Empfehlen

Thienemann Online

Blätter dieser Folge bei lüder h. niemeyer kaufen
Buy sheets from this set at lüder h. niemeyer

C.  Darstellung  einzelner ,
sowohl  in-  als  ausländischer  Tiere.

 

Entwurf  einiger  Tiere ,
Wie  solche  nach  ihren  unterschiedenen  Arten ,
Actionen  und  Leidenschaften  nach  dem  Leben  gezeichnet
samt  beigefügten  Anmerkungen.

Erster Theil.

Herausgegeben von Johann Elias Ridinger,

Mahlern

in

Augspurg.

So erhalten wir sieben Teile, jeder mit achtzehn Blatt, also zusammen 126, den nötigen Text, zusammen neunzehn Seiten, und einen besondern Titel. Die ersten fünf Teile, oder Lieferungen, sind fort numeriert, also von 1–90. Der sechste und siebente Teil, Pferde und Esel enthaltend, sind wieder besonders numeriert von 1–36. Es ist dies die gemeinnützigste und umfangreichste Sammlung und verdankt ihm ihr Dasein ganz allein. Die Original-Zeichnungen finden sich sämtlich, in trefflicher Folge, bei Herrn Weigel, bis auf drei. Diese Tafeln sind sehr gesucht und oft kopiert, auch zum Nachzeichnen sehr geeignet.

Ferdinand Ebner, Kunsthändler in Augsburg, ließ die ersten fünf Lieferungen 1825 neu abdrucken, aber den größten Teil der Tafeln anders numerieren, was ich, den Sammlern zu Gefallen, in Parenthese neben der alten Nummer jederzeit bemerken werde. Diese neue Ausgabe erhielt auch einen neuen Titel:

Ridingers Darstellung verschiedener Tiere nach ihren Arten und mannichfaltigen Bewegungen nach der Natur gezeichnet und gestochen, groß real 4to.

Die Breite aller Tafeln ist 5″ 1‴, H. 6″. Die ersten fünf Teile erschienen von 1738–1740. Die sechste und siebente Lieferung. 1753 Schreber und Bechstein zitieren sie bald: „Ridinger kleine Tiere“ bald nur: „Ridinger Tiere.“ Der erste Teil enthält nur Hunde.

 

391.

1. (3) Englische Docke.

Mit Halsband, verstutzten Ohren, aufmerksam.

 

392.

2. (1) Groessere arth der Baehrenbeisser.

Gestreift, aufgeregt, bellend, mit Halsband.

 

393.

3. (2) Kleinere arth von Baehrenbeisser.

Aussehn eines großen Mopses.

 

394.

4. (4) Leit-Hund.

Im Walde an einen Ast gebunden, beschnüffelt er Hirschfährten. Oft kopiert.

 

395.

5. (5) Englische par force und Teutsche Jagt-Hunde.

Erstere zusammengekoppelt ruhend, letztere gefleckt, stehend.

 

396.

6. (6) Francoesische par Force Hunde.

Vier Stück vor einem steinernen Brunnen.

 

397.

7. (7) Glatt und zottichte gemeine Wind-Hunde.

Zwei gekoppelt, der zottige sitzt, der glatte liegt.

 

398.

8. (8) Gross Irlaendisch Windspiel.

Ein schöner Hund, von Schreber Bd. 3, Taf. 87. kopiert.

 

399.

9. (9) Türckischer Wind oder par force Hund.

Schwarz und weiß mit niederhängendem Kopfe und eingezogenem Schwanz.

 

400.

10. (10) Schweiss-Hund.

Im Walde mit vorgestreckter Zunge den Schweiß aufspürend und nachlaufend.

 

401.

11. (11) Sau-Finder.

Ein kleiner, rauhhaariger, böser Hund, bellend, im Walde.

 

402.

12. (12) Sau-Rüden.

Zwei starke, wilde Hunde, rauhhaarig, im Walde.

 

403.

13. (13) Leuchte Cours Hunde.

Nur einer, gestreift, mit gehobenen Ohren, wie Windhund.

 

404.

14. (14) Wachtel- und kleine Hüner-Hunde.

Fünf Stück auf einem freien Platze, eine hübsche Gruppe bildend.

 

405.

15. (15) Kleine Wind- Englische Hasen- und Stoeber Hunde.

Sechs Stück, zwei Paar gekoppelt, der Stoberhund rauhhaarig.

 

406.

16. (16) Tachs-Schlieffer, Tachs-Würger.

Erstere vorn gekoppelt, letzterer zottig, allein.

 

407.

17. (17) Otter-Hunde und Wasser-Hunde.

Vier Stück. Die Otterhunde sehen selbst wie Fischottern aus.

 

408.

18. (18) Daenischer, und zerschidene Budel-Hunde.

Der Däne liegt, drei Pudel in verschiedenen Stellungen.

 

Der zweite Teil enthält von 19–30 Löwen, 31–34. Panther, 35 Tiger, 36–38 Auerochsen. Die beiden letzten Tafeln gehören eigentlich zum dritten Teil.

 

409.

19. (37) Ruhender Löwe.

Liegt majestätisch vor Felsen, den Kopf erhoben. Unter diese Zeichnung hat J. El. Ridinger geschrieben:

„ Anno 1736 die 8. Januarii dises Werklein angefangen. “

 

410.

20. (38) Ein ruhender aber in sich selbst böser Löwe.

Es liegen zwei da, einer unten im Grase, der andere auf Fels.

 

411.

21. (39) Andere arth ruhend.

Er hat den Kopf zwischen die Vordertatzen gelegt. Schlaft fest und ruhig.

 

412.

22. (40) Alte Löwen.

Einer liegt, einer steht, und letzterem besonders sieht man sein Greisenalter an.

 

413.

23. (41) Ein Löwe von besten Alter.

In einer ausgemauerten Höhle steigt er steinerne Stufen herab.

 

414.

24. (42) Laurende Löwin.

Liegt katzenartig gekrümmt auf einem umgestürzten Stamm im Walde.

 

415.

25. (43) Junger brüllender Löwe.

In einer Felsenhöhle sehen wir ihn mit noch kurzer Mähne und zurückgelegtem Kopfe.

 

416.

26. (44) Zwey Löwinin in der Ruhe.

Sie schlafen traulich nebeneinander liegend.

 

417.

27. (45) Eine erzürnte Löwin.

Ganz aufgerichtet, die Unterseite nach uns gekehrt, fürchterlich aussehend.

 

418.

28. (46) Ein erzürnter Löwe.

Er hat in der linken Vordertatze eine Kugel. In der Zeichnung hat er ein erlegtes wildes Schwein unter sich, was sich recht gut ausnimmt.

 

419.

29. (47) Eine nach dem Raub eilende Löwin.

Mit aufgesperrtem Rachen und aufwärts gekrümmtem Schwanz macht sie einen wütenden Angriff.

 

420.

30. (48) Ein Löwe in vollem Zorn.

Halb aufgerichtet, die eine Vordertatze auf einen Stein gestellt, fletscht er die Zähne und peitscht mit dem Schwanz.

 

421.

31. (49) Fælschlich schmeichlender Tiger.

Scheint ein Jaguar (Felis Onca. Linn.), steht vorwärts gebeugt auf Fels, den Schwanz erhoben, die Augen halb geschlossen.

 

422.

32. (50) Ein laurender Tiger.

Ein Panther, halb aufgerichtet und gekrümmt, liegt lauernd vor einer Felsenhöhle

 

423.

33. (51) Mit dem Raub spilender Tiger.

Ein Leopard hält in der vorgestreckten einen Vordertatze einen tot vor ihm liegenden Haushahn und spielt mit ihm, wie die Katze mit der Maus.

 

424.

34. (52) Ein den Raub verzehrender Tiger.

Ein ähnliches Tier, wie der vorige, läßt sich einen Vogel wohlschmecken; über ihm noch einer mit hintergeschlagenen Ohren, einwärts gekrümmtem Schwanz, sich zum Sprunge anschickend.

 

425.

35. (53) Ein auf den Raub ausfallender Tiger.

Dies ist nun erst der wahre Tiger (Felis tigris. Linn.). Er springt wütend aus einer Höhle mit weit aufgesperrtem Rachen hervor.

 

426.

36. (88) Ein Auer Ochse.

In der Suhle im Walde liegend sehen wir von unserem Wisent nur einen Teil. Der eigentliche Auerochs (Bos Urus.) ist längst ausgestorben.

 

Der Dritte Teil enthält auf den Tafeln 37 u. 38 noch zwei Wisent, 39–44 Bären, 45–56 Hirsche.

 

427.

37. (90) Auer Ochse im Zorn.

Er steht mit aufgerichtetem Schwanz vor einer Steinmauer und bohrt vor Wut in die Erde.

 

428.

38. (89) Flüchtiger Auer Ochse.

Er flieht eilig, den Kopf zwischen die Vorderfüße gesteckt. Die beiden letzten Blatt sind im 2ten Teile gleich mit beschrieben.

 

429.

39. (70) Der nach Honig suchende Baehr.

Er sitzt über einem hohlen Baumstamm, in dem ein Bienenschwarm befindlich, und sucht die Bienen, welche ihn ins Gesicht stechen, zu entfernen.

 

430.

40. (69) Postur eines Baehren wann er Berg ab marschieret.

Er hat den Kopf zwischen die Vorderpfoten genommen und steht im Begriff sich von einer Anhöhe hinab zu kollern.

 

431.

41. (72) Der Baehr im Lager an den Bratzen Saugent.

In einer Felsenhöhle.

 

432.

42. (71) Der Baehr erschreckt.

Er sieht eine gegen ihn aufgerichtete Schlange ängstlich an.

 

433.

43. (68) Ein erzürnter Baehr.

Er steht, vor Wut geifernd, aufgerichtet da,

 

434.

44. (54) Ein den Raub verzehrender Baehr.

Er liegt vor einem starken Stamme im Walde und beißt gemütlich in das Hinterteil eines erlegten Rehes.

 

435.

45. (19) Vertræulich gehender Hirsch.

Ein schöner Achter. Bei den Hirschen zeigt sich Bidinger in seiner ganzen Größe.

 

436.

46. (20) Praechtiger Hirsch.

In der trefflichen Zeichnung wird er auch, sehr bezeichnend, ein stolzer Hirsch genannt.

 

437.

47. (21) Birk Hirsch.

In der Zeichnung richtiger Bürg d. h. Berg-Hirsch genannt. Ein Zwei und Zwanziger zur Brunftzeit zieht in die Ebene.

 

438.

48. (22) Gesprengt= oder überfliehender Hirsch.

Er überspringt einen querliegenden Stamm im Walde.

 

439.

49. (23) Ein Stuck Wild.

Eine Hirschkuh ruhig im Walde liegend. In den Zeichnungen ist unter 49: „Ein Hirsch mit sehr Rahrem Gewichte“ abgebildet, welcher nicht gestochen worden.

 

440.

50. (24) Ein Brunst Hirsch.

Auf der Zeichnung steht noch das Beiwort: brüllend.

 

441.

51. (25) Kühlender Brunfft Hirsch.

Er sitzt, von Schilf und Bäumen umgeben im Wasser.

 

442.

52. (26) Flüchtiger Hirsch.

Es nimmt sich aus, als ob Unser prächtiger Hirsch 46. flüchtig geworden.

 

443.

53. (27) Ermüdeter und sich defendierender Hirsch.

Er zeigt ganz stiere Augen, stemmt die Vorderläufe fest vor und den Kopf dazwischen.

 

444.

54. (28) Angeschweister Hirsch.

Schweißt aus Mund und Seite, lauft matt, wird bald stürzen.

 

445.

55. (29) Par force Tod-gestürzter Hirsch.

Selbst im Fallen noch schön!

 

446.

56. (30) Erlegter Hirsch.

Er liegt verendet m Walde, hinter ihm ein ruhig auf ihn blickender Jagdhund.

 

Vierter Teil. Zu ihm gehören schon die beiden vorhergehenden Tafeln, Hirsche 55 u. 56. 57–60 wilde Schweine, 61 u. 62 Dammhirsche, 63 u. 64 Rehe, 65–67 Luchse, 68–70 Wölfe, 71 Steinbock, 72 Gemse.

 

447.

57. (66) Ein Wild Schwein im Lager.

Ein gefleckter Eber liegt schlafend im Walde.

 

448.

58. (65) Im Bruch auf Feldern.

Ein starker Keuler wühlt kräftig den Erdboden auf.

 

449.

59. (67) Reibt Sich in der Suhle.

Man sieht deutlich, daß es dies mit Wohlgefallen tut.

 

450.

60. (64) Wild Schwein flüchtig.

 

451.

61. (31) Gefleckter Tamm-Hirsch in der Ruhe.

 

452.

62. (32) Gesprengter Tamm-Hirsch.

Sollte heißen: Gesprenkelter, d. h. fein gefleckter Damhirsch. Denn er steht ganz ruhig im Wasser.

 

453.

63. (33) Rehe Bock flüchtig.

Setzt über einen Baumstamm hinweg.

 

454.

64. (34) Rehe Geis.

Hat, wie der vorige, fälschlich eine starke Blume.

 

455.

65. (63) Ein Luchs wie er sich baeumt.

Hat die Vorderpfoten auf einen Ast gelegt und schaut sich grimmig um.

 

456.

66. (62) Ein Luchs wie er Wind hat.

Auf einem Felsen unruhig liegend, weil er Nachstellung fürchtet.

 

457.

67. (61) Ein par Luchse bey ihrem Lager.

Alle diese Luchse sind stark gefleckt, also wohl  Rotluchse.

 

458.

68. (60) Ein umher streichender Wolff.

Vor Hunger heulend steht er neben Felsmassen.

 

459.

69. (59) Ein auf den Raub laurender Wolff.

Voller Mordgier liegt er, etwas vom Laube verdeckt, auf dem Bauche, und suchet, was er verschlinge.

 

460.

70. (58) Ein Wolff den Raub verzehrend.

Er beißt gierig in die Seiten eines vor ihm liegenden Rehbocks.

 

461.

71. (35) Stein-Bock.

Steht, als schicke er sich zum Sprunge, an auf einem Felsen. Die Hörner an der Spitze merklich aufwärts gekrümmt, was unnatürlich ist.

 

462.

72. (36) Gemse.

Diese und die vorhergehende Tafel kopiert in v.  Wildungen’s Taschenbuch 1803 u. 1804.

 

Fünfter Teil enthält 73–75 Füchse, 76 u. 77 Hasen, 78 u. 79 Dachse, 80 u. 81 wilde Katze, 82 u. 83 Fischottern, 84 Biber, 85 u. 86 Stein- und Baum-Marder, 87 Iltis, 88 Eichhörnchen, 89 Wiesel, 90 Stachelschwein.

 

463.

73. (55) Roth oder Brand Füchse.

Drei Stück dargestellt, wie sie auf einen Fang lauern.

 

464.

74. (56) Bürck Füchse.

Auch drei Stück. Von jenen sagt Ridinger: „haben schwarze Extremitäten“; von diesen: „Sie sind lichter von Farbe, Schwanzspitze weiß.“

 

465.

75. (57) Der Fuchs flüchtig.

Auf einem Feldwege zwischen Getreide.

 

466.

76. (73) Ein Hase welcher Wind hat.

Mit aufgerichteten Löffeln im Begriff das Weite zu suchen.

 

467.

77. (74) Der Ramler und die Haesin flüchtig.

Ersterer läuft, wie er immer zu tun pflegt, voran. Tout comme chez nous.

 

468.

78. (75) Ein par Tachse in ihrem Bau.

Schlafend der eine, knurrend der andere.

 

469.

79. (76) Ein par alte Tachse vor ihrem Bau.

In vertraulichem Umgang.

 

470.

80. (77) Wilder Kuder.

Ja wohl wild und voll Gier an einem Stamme hängend und die Pfote nach einem Neste mit jungen Vögeln ausstreckend.

 

471.

81. (78) Auf den Raub laurender wilder Kuder.

Am Wasser, mit Schilf besetzt, hinter sich Felsen, kauert er.

 

472.

82. (79) Die einen Raub verzehrende Fisch Otter.

Vor einem Wasserfall sitzt sie und läßt sich ein Fischchen wohl schmecken.

 

473.

83. (80) Den Raub suchende Fisch Otter.

Steht, etwas hochbeinig, auf Steinen im Wasser und stiert nach Fischen.

 

474.

84. (81) Der Biber in seiner Ruhe.

Da sitzt er auf einem Damme, den er sich selbst von Stämmen erbaut hat, über Wasser und zeigt uns seine Häckerchen.

 

475.

85. (82) Stein Marder.

Zwei Stück auf Felsen schleichend.

 

476.

86. (83) Baum Marder.

Ein junger schaut vom Aste herab auf die Mutter, welche mit einem erbeuteten Vögelchen am Stamme hinauf klettern will.

 

477.

87. (84) Der lltnis.

Ein Iltis (Mustela Furo. Linn.) steht schreiend vor Freude bei einem Neste mit Eiern im Schilf, darüber fliegt eine wilde Gans, welcher das Nest gehört.

 

478.

88. (85) Spilende Eichörnlein.

Drei Stück, das eine klettert am Stamme freudig hinauf, ein anderes siebt vom Aste herab und spricht: „Ja, komm nur herauf; dann soll erst die Lust völlig werden.“ Einem dritten sieht man es an den Augen an, daß es den Spaß nicht verderben wird.

 

479.

89. (86) Die Wiesel.

Auch spielend; etwas zu klein.

 

480.

90. (87) Das Stachel Schwein

In gereiztem Zustande die Stacheln erhebend, keine sonderliche Figur.

Ridinger schreibt: „Und habe ich dieses kleine Werklein, nachdem die anständigsten, nach der Natur gemachten, Zeichnungen dazu angewandt, vollendet der Hoffnung, es werden auch diese fünf Teile. so dieses kleine Büchlein ausmachen, wohl aufgenommen werden.“ Dennoch ändert er seinen Entschluß und gibt nach dreizehn Jahren einen 6ten und 7ten Teil, als Forlsetzung heraus.

 

Entwurf  Einiger  Pferde
nach  ihrem  unterschiedlichen  Alter  und  Gebrauch
nach  dem  Leben  gezeichnet;
Samt  beygefügten  Anmerkungen
Sechster  Teil

herausgegeben  von  Johann  Elias  Ridinger

Mahlern

in  Augsburg.

Auf den Titel folgen fünf Folioseiten Text. l–22 Pferde, so daß eigentlich vier Tafeln, die hier gleich mit beschrieben sind, zum 7ten Teil gehören.

 

481.

1. Ein Hengst oder Beschaeler.

Schwarz mit weissem Kopfstreif, trabend.

 

482.

2. Eine Traechtige Stutte.

Ganz in Ruhe, wie es sich für eine Person in interessanten Umständen geziemt.

 

483.

3. Eine Stutte mit der jungen Fohle!

Die Mutter eine Schecke, das Junge wohl genährt.

 

484.

4. Eine 2. Jährige Fohle.

Es steht in den Flegeljahren und schmeißt hinten aus.

 

485.

5. Reit-Pferd.

Schön gesattelt von einem schmucken, schulgerecht grüßenden Reiter geführt.

 

486.

6. Ein Vollkommen ausgewachsenes Pferd.

Nimmt sich ganz gut aus.

 

487.

7. Ein alt abgearbeitet Pferd.

Sehr naturgetreu, so wie auch

 

488.

8. Eine gar alte Schind Gurre.

Man sieht sie, um mit Brockes zu reden: „Nicht gern und doch sehr gern an.“

 

489.

9. Gutschen Pferd.

Ein Paar angeschirrte Kutschpferde vor der Kutsche.

 

490.

10. Hand-Pferd.

Mit Sattel und Zeug und schöner Decke.

 

491.

11. Ein par force Pferd.

Ein Engländer, Schecke, sich nach seinem Reiter vertraulich umsehend.

 

492.

12. Treib, oder Schies Pferd.

Gefesselt, der Kopf niedergezogen, daneben der im Stehen ins Wasser schiessende Jäger, zu seinen Füßen der zum Apportieren bereite Barbet.

 

493.

13. Ein Schlitten Pferd mit kurtzem Geschell!

Nimmt sich nicht sonderlich in seiner Vermummung aus.

 

494.

14. Ein Reise Pferd.

Wird von seinem Reiter bergab geführt.

 

495.

15. Bauren oder Acker Pferd.

Angeschirrt, mit niederhängendem Kopf, ausruhend. Ridinger sagt: „Sollte es nicht vom allergütigsten Schöpfer dem Menschen zum Dienst bereitet seyn?“ So ist es auch.

 

496.

16. Das Sattel Ross am Wagen.

Angeschirrt.

 

497.

17. Der Hand-Gaul am Wagen.

 

498.

18. Das vordere Leit Roß am Wagen.

 

499.

19. Cürassier oder Soldaten Pferd.

Zum Besteigen fertig.

 

500.

20. Gemeines Fuhr pferd.

 

501.

21. Saumer, Trag oder Saum pferd.

Tüchtig mit Kisten und dergleichen bepackt, einem Maulesel ahnlich.

 

502.

22. Post pferd.

Mit Mantelsack zur Briefpost bestimmt.

 

Siebenter  Theil:
Entwurff  einiger  Maul-Thiere  und  Esel,
Nach  ihren  unterschiedlichen  Arten  und  Gebrauche.

herausgegeben  von  Joh.  El.  Ridinger  1754.

Drei Seiten Text und Taf. 23—36.

 

503.

23. Grosses Maul Thier beladen.

Ridinger teilt sie in drei Abtheilungen:

1) Maul-Esel und Maultiere, die er für gleichbedeutend hält. Aber wir nennen den Bastard, wo der Esel die Mutter, das Pferd der Vater ist, Maulesel; im umgekehrten Falle Maultier.
2) Grosse Muller-Esel,
3) kleine Müller-Esel. Diese aber machen vollkommen eine Art aus.

 

504.

24. Eine arth grosser Maul Esel.

Stark bepackt, oben darauf ein Hundchen.

 

505.

25. Maulthier im Stat in der ruhe.

 

506.

26. Maul Thier mit seinem Führer.

Bepackt, stehend.

 

507.

27. Maul Esel im Stat von Vornen.

 

508.

28. Maul Thier im Stat von der Seiten.

 

509.

29. Maul Thier von hinten.

 

510.

30. Maul Esel.

Zwar gezäumt, aber sonst frei.

 

511.

31. Gemeiner Esel in der Ruhe.

Gehört nach Ridinger zur größeren Art. „Ihre Tumm- und Faulheit, sagt er, ist so bekannt, daß man einen dergleichen Menschen mit ihrem Namen schillt.“

 

512.

32. Gemeiner grosser Esel, Müller Esel, mit den Jungen.

Die Mutter machts dem saugenden Sprößling bequem und folgt der Vorschrift der Jobsiade: „Juckt es dich aber, nun so schabe dich!“

 

513.

33. Gemeiner grosser Esel.

Bepackt und sein Führer auf ihm.

 

514.

34. Gemeiner Esel ausschlagend.

Er macht eine wunderliche Miene dazu und wird vom Führer wieder geschlagen.

 

515.

35. Kleinere arth der Esel.

„Von ihm, sagt Ridinger, wird besonders die Milch gegen Suchten gerühmt.“

 

516.

36. Kleinere arth der Esel mit seiner Verpackung.

Nimmt sich für einen Esel recht gut aus.

Blätter dieser Folge bei lüder h. niemeyer kaufen
Buy sheets from this set at lüder h. niemeyer