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G. Vögel.

Obgleich unser Künstler durch sie seinen Ruhm nicht begründet hat, — dieser Vorzug gebührt den Säugethieren, — so sind doch viele gut gerathen und wir verdanken ihm die recht brave Darstellung mehrerer zu seiner Zeit noch gar nicht abgebildeten Vögel. Es sind zwei Folgen davon, jede zu vier Blatt, erschienen, welche in dem ältesten mir bekannten Verzeichnisse von Ridinger’s Werken vereint in acht Blatt ausgeboten werden. Die neueren und neuesten Verzeichnisse bieten die erste Folge als

Raubvögel und Eulen

aus (sollte heissen: Tagraubvögel und Eulen oder Nachtraubvögel), begreifen aber darunter sechs Blatt, indem sie zwei Blatt aus der schon beschriebenen Folge der wundersamsten Hirsche, als anderer besonderlicher Thiere dazurechnen, nämlich 31 und 42, oder 273 und 284 unseres Verzeichnisses, welche daher nicht abermals gezählt werden dürfen. Das erste mit der Unterschrift „Raubvögel bei Tage“, enthält sechs numerirte und unten nach ihren Farben ganz kurz beschriebene Vögel. Sie sehen wie Adler aus, obgleich Ridinger sie nicht gerade als solche bezeichnet, aber es lässt sich nicht bestimmen, zu welchen Arten sie gehören.

Das zweite enthält die beiden isländischen behaubten Falken mit dem Wasserhunde.

755.

(3) Eine Felsparthie, in der Mitte No. 1. „der grosse Habicht“ genannt, mit ausgebreiteten Flügeln, scheint ein junger Vogel vom Taubenhabicht (falco palumbarius Linn.) zu sein. 2. „Zwei kleinere Adler“ sind nicht zu bestimmen, zumal da sie weil kleiner als der Habicht erscheinen. 3. „Der braun fahle Aas Geyer“ gleicht mehr einem Adler und ist nicht zu bestimmen. 4. „Krähe“. 5. „Aelster“, sind beide Elstern (corvus pica Linn.). Adresse: J. El. Ridinger inv. et del. El. Martin Ridinger sculpsit. Br. 8″ 9‴, H. 10″ 9‴.

756.

(4) 1. „Orientalischer Adler oder Geyer-König“. Letzterer Name ist der richtige. Wir sehen hier den Königs-Geier (Vultur Papa Linn.) in sehr erregter Stellung. 2. „Europäischer grosser Adler“. Ist nicht zu bestimmen. Adr.: El. Ridinger ad viv. del. et exc. M. El. Ridinger sculps. 1763.

757.

(5) Diese und die folgende Tafel liefern Eulen von Fels umgeben. 1. „Der grosse Uhu, Schuffut oder Horn Eule“ ist strix Bubo Linn. Daneben eine unbezeichnete Eule, ohne Federohren. Ob junger Uhu? 2. „Mittlere Art der Horn Eule“. Wir haben allerdings eine mittlere Ohreule (strix otus Linn.), aber dazu ist sie viel zu gross. Es ist wohl auch die grosse Ohreule, Männchen. 3. „Schleyer Eule“, nicht übel gerathen (strix flammea Linn.), die man auch Thurm- oder Kircheule nennt. 4. „Kautze von der grössten Art“. Dieser Name scheint unsern Waldkautz (strix aluco Linn.) zu bezeichnen, dieser aber ist in der Natur grösser, in der Abbildung bedeutend kleiner als der Schleierkautz. 5. „Kleinere Kautze“. Kautze nennen wir die glattköpfigen Eulen, diese aber zeigt deutlich Federohren und könnte also die kleinste Ohreule (strix scops. Linn.) vorstellen. 6. „Das kleinste Käutzlein, Schoffitichen genannt.“ Soll vielleicht die seltene Sperlingseule (strix acadica) sein. Unten: J. El. Ridinger inv. et fec. J. El. Ridinger sculps. (soll wohl heissen: Martin Elias).

758.

(6) In einer Felsengrotte sitzen sieben Eulen, angeblich vier Arten angehörig. 1. „Die grosse Ohreule“, zwei Stück. 2. „Die graue Eule“, wahrscheinlich Schleiereule, zwei Stück. 3. „Brandeule“, so nennt man die braune Spielart vom Waldkautz. 4. „Stockeulen“; zwei Stück, davon die eine deutliche Federohren zeigt. Dies könnte also die erste richtige Vorstellung von der kurzöhrigen Ohreule (strix brachyotos) sein: Dann merkwürdig.

J. E. R. inv. et exc. El. Martin Ridinger sculps.

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