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I.  Viehstücke  nach  H.  Roos .

Ridinger hat bei seinem von Jugend an regen Streben nach zweckmäßiger Ausbildung nach den Mustern mehrerer großer Künstler gearbeitet. So finden wir auch eine Reihe Blätter nach dem berühmten H. Roos gefertigt.

Die eine Folge besteht aus vier Blatt. Wenn, wie mir das vorgekommen ist, acht Blatt angeführt werden, so hat man vier ältere Blätter damit verbunden, welche ihnen ähnlich, aber feiner gearbeitet, an denen die Ecken ohne Linien, daher weiß, und die nicht von Ridinger, sondern von Georg Heinr. Schifflin gestochen sind; diese gehen uns daher nichts an: Unsere vier Blatt sind 8″ 6‴ breit und hoch. Bez. Joh. Heinrich Roos inv. et del. J. Elias Ridinger sc. aqua forti. Haered. Jer. Wolffii exc. Aug. Vind. Cum Priv. Sac. Caes. Maj. Sie sind in Medaillons in italienischem Charakter gefertigt, die Ecken mit Linien ausgefüllt.

793.

(1) Im Hintergrund Ruinen, dann Ziegenbock und Ziege, davor ein junger Hirt, welcher seinem Hunde etwas Futter so hoch hält, daß er danach springen muß. Auf der linken Seite steht eine Kuh, dabei eine liegende Ziege und ein Schäfchen.

794.

(2) Verschiedene Ruinen, ein liegender Hirt, eine stehende Hirtin mit dem Hunde. Vorn zwei Kühe, neben ihnen Wasser, darin eine Ziege und drei Schafe.

795.

(3) Neben Ruinen reitet eine Hirtin auf einem Esel, vor ihr eine Herde Schafe, zwei Kühe, ein Ochs, zwei Schafe und eine Ziege, welche säuft.

796.

(4) Auf diesem Blatte kein lebendes Wesen, sondern nur Ruinen. Das Ganze eine Jugendarbeit.