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Dritte Folge: die vier Jahreszeiten in grossen Halbfiguren in reicher Kleidung. Die Ideen aus den Werken Rigaud’s und anderer französischer Bildnissmaler entnommen, mit deutscher und französischer Unterschrift und Versen, schöne Blätter von kräftiger Arbeit und gutem Charakter, bezeichnet J. El. Ridinger excud. A. V.; das dritte Blatt, der Herbst, hat den Zusatz J. J. Heyd (Haid) sculps. Br. 15″ 6‴, H. 20″ 5‴.

1181.

(1) Der Frühling. Ver.

„ Der Frühling lacht uns an mit bundter Blumen prangen
Es zeigt sich die Natur belebt mit neuer Lust.
Die Rofse ziert die Hand gleichwie die zarten Wangen
Und weisse Lilien das reine Feld der Brust. “

Eine junge weibliche Gestalt, im grossen Strohhut uns freundlich anlächelnd, hält in der Rechten eine Centifolie, die Linke ruht auf einem Blumenkörbe in ihrem Schooss.

1182.

(2) Der Sommer. Aestas.

„Da mit der Erndte-Lust kein Lust ist zu vergleichen“ u. s. w.

Eine junge Dame im aufgekrempten, mit Roggenähren und Cyaneen verzierten Strohhut zeigt auf ein reiches Aehrenfeld.

1183.

(3) Der Herbst. Autumnus.

„Es will auf süssen Most und Wein der Herbst vertrösten“ u. s. w.

Eine Frau im herbstlichen Alter hat in der Rechten die Weinhippe, in der Linken eine Rebe mit der Traube.

1184.

(4) Der Winter. Hiems.

„Durch warme Wasser will der Alte sich erhitzen“ u. s. w.

Ein Greis, in Pelz und Pelzmütze gehüllt, trinkt Thee; Kanne, Zucker, Backwerk stehen daneben.